Humanistische Kita Rappelkiste

Wir über uns

Wir sind eine der insgesamt 24 Kindertagesstätten des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg und betreuen bis zu 160 Kinder im Alter von acht Wochen bis Schuleintritt. In unserem Team sorgen sieben Facherzieher_innen für Integration für eine fachgerechte Betreuung für Kinder mit Handicap und wirken als Multiplikatoren für ihre Kolleg_innen. In dem dreistöckigen Gebäude aus den achtziger Jahren vermischen sich alt und neu charmant. Umsäumt wird das Haus von einem großen Garten, mit viel altem Baumbestand.

Humanistische Werte wie Demokratie, Selbstbestimmung und solidarisches Handeln bilden die ethische Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Im Kern der humanistischen Pädagogik steht die Achtung und Anerkennung der Würde der Kinder, denn sie haben ein Recht auf Bildung als Voraussetzung für eine emanzipatorische Entwicklung. Mit- und Selbstbestimmung der Kinder im Zusammenleben mit Erwachsenen sind für uns grundlegend für ein glückliches und förderliches Zusammenleben. Eine kindorientierte Haltung unserer Erzieher_innen ist die Voraussetzung für die Arbeit in unseren Kindertagesstätten. Ferner setzen wir in unserer Kita auf offene Arbeit und Altersmischung.

Wir achten in unserer Einrichtung auf einen respektvollen Umgang miteinander und untereinander. Ausgrenzung, Diskriminierung und jegliche Form von Gewalt lehnen wir strikt ab und legen durch unser Entgegenwirken den Grundstein für ein faires Miteinander. Gemeinsam wollen wir viel erreichen, Lachen, Spaß und Freude haben.

Konsultationsschwerpunkt Integration und Inklusion von Kindern aus Familien mit Fluchterfahrung

Kinder nehmen bereits in sehr jungen Jahren die in ihrem Umfeld existierenden Bilder, Vorurteile und Diskriminierungen wahr und integrieren diese in ihr Selbstbild und in ihr Bild von der Welt. Deshalb wird ihnen der Zugang zum Bildungsangebot der Kita erschwert, wenn ihnen die Gestaltung und Alltagsorganisation in der Einrichtung auch nur den Anschein vermittelt, mit ihren Vorerfahrungen, familiären und kulturellen Prägungen nicht willkommen zu sein. Sie bleiben am Rande des Geschehens und agieren verunsichert und gehemmt. Wenn sie nicht durch interessiertes Nachfragen und aktive Einbindung ermuntert werden, sich als ganze Person zu zeigen, neigen sie dazu, Eigenschaften und Fähigkeiten zu verstecken.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Der Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung greift diese Gedanken auf und sucht Lösungen und Wege, subtile und unbeabsichtigte Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmechanismen auszuräumen. An ihre Stelle will er eine Kultur des vollumfänglichen Willkommens im Sinne eines respektvollen Miteinanders zu etablieren. Dieser Ansatz wird in unserer Einrichtung seit vier Jahren umgesetzt und gelebt. Er ist eine tägliche Einladung an uns Pädagog_innen, einseitige Sichtweisen im pädagogischen Alltag zu erkennen, etablierte Mechanismen auf ihre Ausgrenzungstendenzen hin zu überprüfen sowie aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen.

Der Ansatz im Kitaalltag

Im Herbst 2014 wurde direkt neben unserer Einrichtung ein Übergangswohnheim für Schutzsuchende eröffnet. Im Frühjahr 2015 konnten wir die ersten Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung in unserer Einrichtung begrüßen. Seither legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Eingewöhnung der Kinder und die Einbindung ihrer Familien in den Eingewöhnungsprozess. Diese verlaufen sehr unterschiedlich und werden noch individueller gestaltet als bei Familien, die keine Fluchterfahrungen mitbringen. Durch einen vielseitigen und intensiven Austausch unter den Pädagog_innen und den Familien aller Kinder in unserer Einrichtung ist es gelungen, Vorurteile abzubauen und ein angenehmes Klima des Miteinanders und Füreinanders zu schaffen.

Des Weiteren werden die Familien durch eine intensive Zusammenarbeit mit unseren Elternvertreter_innen in den Kitaalltag, der auch Feste und andere Aktivitäten beinhaltet, von uns gut begleitet.

Unser Angebot

Wir tauschen uns gern mit Ihnen über unsere Erfahrungen und die Arbeit nach dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung aus. Des Weiteren laden wir auch gerne zu Hospitationen und Kitarundgängen ein. Wir freuen uns über jeden kollegialen Austausch zu Fragen der Integration und Inklusion von Familien mit Fluchterfahrung in Kindertagesstätten.

Unser Konsultationsangebot auf einen Blick

  • Geführter Kitarundgang (max. 10 Personen)
  • Fachaustausch zu unseren Konsultationsschwerpunkten
  • Hospitationen mit anschließendem Fachgespräch (max. 3 Personen)

Zur Terminvereinbarung bitten wir folgendes zu berücksichtigen

  • Konsultationen und Kitarundgänge sind nach schriftlicher oder telefonischer Anmeldung und Terminabsprache möglich. Bitte melden Sie sich spätestens vier Wochen vorher an. Kurzfristigere Termine sind nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Die Anzahl der Besucher ist auf 10 Personen begrenzt
  • Das Fotografieren der Räumlichkeiten ist erlaubt, das der Kinder verboten.

Unser Träger:

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg setzt sich auf der Basis von Toleranz, Selbstbestimmung und Solidarität für eine menschlichere Gesellschaft ein. Als Weltanschauungsgemeinschaft vertritt unser Verband die Interessen der Konfessionsfreien in Berlin und Brandenburg. In beiden Bundesländern betreibt er 24 Kindertagesstätten, erteilt für über 60.000 Schüler_innen das Schulfach Humanistische Lebenskunde und veranstaltet die alljährlichen JugendFEIERn. In seinen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie dem eigenen Jugendverband, den Jungen Humanist_innen, unterstützt er Heranwachsende in ihrer selbstbestimmten Entwicklung. Ferner bietet der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg e.V. in zahlreichen sozialen Einrichtungen umfassende Beratung und Lebenshilfe an. Mit über 12.000 Mitgliedern, circa 1.200 hauptamtlichen Mitarbeiter_innen und rund 1.000 ehrenamtlich Engagierten bieten wir gemeinsam Unterstützung unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder Weltanschauung.